Räume mit persönlichem Flair gestalten
Die Inneneinrichtung des Hauses ist die Visitenkarte der Bewohner. Sie sagen damit viel über Ihre Persönlichkeit aus, ob bewusst oder unbewusst. Dennoch sollten Sie sich von folgendem Grundsatz leiten lassen: Eingerichtet wird in erster Linie für die Familie und nicht für die Besucher.
Gestalten Sie sie Räume so, dass Sie und alle Familienmitglieder sich wohn fühlen. Praktisch und funktionell sollten Ihre Wohnräume ebenso sein - denken Sie schon beim Planen daran, welche Wegstrecken in einem Haushalt täglich zurückgelegt werden müssen.
Die Einrichtung sollte sich sowohl auf Wohligkeit und Entspannung als auch auf die persönliche Leistungsfähigkeit förderlich auswirken. Damit Ihr Eigenheim diesen Ansprüchen gerecht wird, muss der Planer Ihres Hauses Ihre Wünsche und Bedürfnisse genau kennen und nach seinen Erfahrungen und seinem Know-how mit Ihnen abstimmen.
Nur so erreicht er eine optimale Raumaufteilung mit guten Lichtverhältnissen und angenehmen Raumklima. Da viele Entscheidungen in einem sehr frühen Baustadium getroffen werden müssen, ist es notwendig, sich intensiv und rechtzeitig mit der Materie auseinander zusetzen. Rechtzeitig bedacht, kann noch so manche entscheidende Änderung berücksichtigt werden.
Einrichten mit Stil und Geschmack:
Natürlich ist Einrichten auch eine Geldfrage, doch nicht immer ist die günstigste Lösung auch wirklich preiswert - beispielsweise das Schlafzimmer.
Der Mensch verbringt rund ein Drittel seines Lebens im Bett. Wer das beim Bettenkauf bedenkt, wird gewiss auf entsprechende Qualität achten und nicht nach dem billigsten Angebot greifen. Vollholzmöbel sind zeitlos schön und besonders strapazfähig. Funktionalität und Qualität ist bei Kleiderkästen angesagt, schließlich werden selbige täglich mehrmals geöffnet und geschlossen.
Ebenso wichtig ist die Einrichtung und Ausstattung der Küche. Kulinarisches mit Geselligkeit zu verbinden gehört zu den schönen Dingen im Leben. Ein fixer Treffpunkt im Familienleben ist daher der Esstisch. Je gemütlicher dieser ist, umso angenehmer ist auch die Atmosphäre bei Tisch.
Vorraum:
Die Möglichkeiten, einen Vorraum zu gestalten, reichen vom schlichten Windfang bis zur geräumigen Diele mit großzügigen Ablageflächen und Sitzgelegenheiten. In jedem Fall sollte der Vorraum eine Durchgangsbreite von 1,5 Metern nicht unterschreiten, da sonst das Aus- und Eingehen der Bewohner und Gäste zur ständigen Drängerei gerät.
Denken sollte man natürlich auch an die verschiedenen nicht zerlegbaren Möbel, zum Beispiel ein schöner alter Bauernschrank, die durch's Haus getragen werden müssen. Ausreichender Lichteinfall lässt den Vorraum größer und einladender wirken.
Windfang - Flur - Diele:
Der Hauseingang mit Windfang und Vorraum muss möglichst an einer windgeschützten Stelle liegen, aber von der Straße oder Gartentür aus sofort bemerkbar sein. Ein Windfang ist unbedingt erforderlich, wenn der Eingang in der Hauptwindrichtung liegt oder offen in die Wohnräume übergeht.
Es empfiehlt sich in der Nähe des Eingangs die Garderobe zu platzieren. Schon bei der Grundrissplanung sind Wandnischen vorzusehen, in die sich Schrankelemente maßgenau einbauen lassen.
Eine Gästetoilette im Eingangsbereich einzuplanen ist ebenfalls eine gute Lösung. Vom Vorraum sollen die wichtigsten frequentierten Räume, insbesondere Geschosstreppen unmittelbar zugänglich sein. Günstig ist eine direkte Verbindung von Küche, Treppe und WC.
Hier ist allerdings der Flur ein reiner Durchgangsraum. Die Breite der Flure richtet sich nach Flurlage, nach der Türanordnung und den Verkehrszonen. Sollte kein separates Esszimmer vorhanden sein, der Wohnraum nicht ausreichend groß, die Diele jedoch geräumig, dann besteht die Möglichkeit in diesem Bereich einen Essplatz unterzubringen.
In der Regel befindet sich die Küche in unmittelbarer Nähe und die Diele wäre somit sinnvoll genutzt. Es gibt viele Möglichkeiten der Planung, Gestaltung, Einrichtung und Dekoration, die sich auf die unterschiedlichen Gegebenheiten abstimmen lassen.
Am wichtigsten ist eine gute Ausleuchtung des Eingangsbereichs. Sollte kein Tageslicht vorhanden sein, dann können mit Ganzglastüren Licht in einen dunklen Vorraum und Flur geholt werden.
Auch mit einer Lichtdecke, mit Spiegeln, Halogeneinbaustrahlern, Niedervoltlampen und Wandflutern lassen sich Vorraum, Flur und Diele in ein strahlendes Entree verzaubern.
Licht gehört dazu:
Gute Beleuchtung schafft Atmosphäre. Ob zum Lesen oder Arbeiten, an Esstisch oder Bett - so richtig behaglich wird's in der Wohnung erst, wenn die Beleuchtung stimmt. Sie inszeniert den Raum, schafft Behaglichkeit. Und sie erleichtert die Sehaufgaben, denn 80 Prozent aller Informationen werden über die Augen aufgenommen. Grundvoraussetzung für gute Sehleistung sind ein angemessenes Beleuchtungsniveau und möglichst geringe Blendung.
Gutes Licht hängt also nicht allein vom Design der gewählten Leuchte ab, sondern ebenso von ihrer Platzierung im Raum, von der geeigneten Lampe, deren Lichtfarbe und der gewünschten oder erforderlichen Lichtmenge (Beleuchtungsstärke).
Eine detaillierte Planung vor der Neugestaltung einer Wohnung - wie viel Licht wird zu welchem Zweck an welchem Platz gebraucht? - erspart Enttäuschungen und kostspielige Nachbesserungen.
Eine durchdachte Beleuchtung für eine harmonische Raumatmosphäre entspricht dem Stil der Einrichtung, ihre Anzahl und die richtige Verteilung lassen Räume komfortabel und behaglich wirken.
Richtige Beleuchtung kennt drei Funktionen: Sie dient der Orientierung (Grundbeleuchtung), sie unterstützt die Augen auch bei schwierigen Sehaufgaben (Platzbeleuchtung), und sie schafft Atmosphäre. Eine einzelne Leuchte im Raum wird den unterschiedlichen Sehaufgaben nicht gerecht.
Experten empfehlen drei, besser noch fünf unterschiedliche Lichtquellen. Für die Grundbeleuchtung eignen sich auch Leuchtentypen, die ihr Licht indirekt in den Raum geben - wie zum Beispiel Uplights (Stand- oder Wandleuchten mit nach oben strahlendem Licht).
Aber Achtung: Zuviel Indirektlicht nimmt Gegenständen ihre Plastizität, lässt Räume leicht monoton wirken.
Gegen Licht-Langeweile hilft akzentuierendes Licht: Tischleuchten, das Leselicht am Sessel, Licht im Regal oder Spots and der Bücherwand setzen Highlights. Zusätzlichen Komfort bieten Dimmer, mit denen die Helligkeit nach Wunsch geregelt werden kann.
Überaus flexibel eingesetzt werden kann ein Seil- oder Stangesystem in Niedervoltausführung oder für Netzspannung. Diese Allround-Talente begnügen sich mit nur einem Deckenauslass und meistern doch spielend unterschiedlichste Beleuchtungsaufgaben.
So können an einem Seil gleichzeitig Strahler mit breitstrahlendem Licht für die Grundbeleuchtung und - ausgerichtet auf eine Plastik im Regal oder ein Bild - Strahler mit eng gebündeltem Licht für Akzente eingesetzt werden.
Die Lampen in der Wohnung, vor allem aber in Küche, Esszimmer und Bad - sollten eine gute Farbwiedergabe der Stufe 1A oder 1B besitzen; ihr Licht erlaubt die Erkennung auch kleinster Farbnuancen.
Die beste Lichtfarbe ist warmweißes Licht, das allgemein als gemütlich empfunden wird. Glühlampen, Niedervolt-Halogen Glühlampen, Halogen-Glühlampen 230 Volt, Energiesparlampen und Kompaktleuchtstofflampen (Lichtfarbe 930) werden diesen Anforderungen gerecht.
Wohnraum - das Zentrum des Zusammenlebens:
Gleichzeitig wird hier zumeist auch persönliche Wohnkultur präsentiert und repräsentiert. Dem Umstand, dass diese Räumlichkeit der größten Abnützung unterliegt, begegnet man am besten mit gediegenen und gleichzeitig strapazierfähigen Einrichtungen - Schönheit und Funktion in perfektem Einklang.
Damit der Wohnraum der Nutzung durch Erholung, Unterhaltung und anderer Freizeitgestaltungen gerecht wird, sollte er dementsprechend groß sein.
Mit der Ausrichtung nach Süden und großen Fenstern ist das ganze Jahr für viel Tageslicht und Sonnenwärme gesorgt. Die Öffnung des Wohnraumes zu einer Terrasse und zum Garten steigert Nutzbarkeit und Lebensgefühl um ein Vielfaches - Leben im Einklang mit der Natur.
Ähnlich verhält es sich mit einem angeschlossenen Wintergarten. Er erhöht ebenso die Nutzungsvielfalt des Wohnraumes und leistet bei richtiger Planung zusätzlich einen wertvollen Beitrag zum Energiesparen.
"Weniger ist mehr" ist ein durchaus sinnvolles Motto bei der Möblierung Ihres Wohnraumes. Wenn die Anzahl Ihrer Bücher nicht gerade eine eigene Bibliothek erfordert, dann sollten Sie sich Alternativen zur bis vor wenigen Jahren noch obligatorischen Schrankwand überlegen.
Einzelstücke erleichtern in den ersten "Einwohnjahren" das Umstellen und Neugestalten des Wohnraumes. Im Lauf der Jahre werden sicher qualitativ hochwertige Einbaumöbel und Maßanfertigungen ihre vier Wände schmücken.
Die mediale Ausstattung des Wohnraumes mit TV, Video, Audio oder PC sollte bei der Einrichtungsplanung berücksichtigt werden, um fehlende Steckdosen und abenteuerliche Kabelverlegungswege zu vermeiden.
Bibliothek und Wohnzimmer:
Bücherberge in den Regalen, zweireihig und unübersichtlich - benötigt man ein unten liegendes Exemplar, gerät die kunstvoll aufgeschichtete Konstruktion ins Wanken. Viele Familien kennen das Problem, den Lesestoff so zu verstauen, dass er nicht nur übersichtlich geordnet, sondern auch entsprechend präsentiert ist.
Die üblichen standardisierten Bücherregale sind meistens viel zu klein und "verschenken" obendrein Platz, weil sie nicht bis zur Decke reichen oder eine unnötige Tiefe - Standardmaß ist in der Regel 40 Zentimeter - besitzen, die man bei Büchern nicht braucht. 25 Zentimeter reichen meist - lediglich Bildbände brauchen etwas mehr.
So genannte Bibliothekssysteme, die über den Fachhandel erhältlich sind, sind wahre Raumwunder und bieten der Bücherflut ausreichend Platz. Die "Profi-Bücherregale" drücken sich schlank an die Wand und beanspruchen wenig Fläche.
Außerdem wachsen sie mit - sie sind sowohl in der Höhe als auch seitlich problemlos erweiterbar. Mit diesen flexiblen Regalen lässt sich eine komplette, individuell zugeschnittene Bücherwand gestalten und selbst das letzte Fleckchen Raum nutzen:
Sie eignet sich optimal, um Türen zu umbauen oder den Platz unter Dachschrägen zu nutzen. Darüber hinaus kann auch "zweispurig" gefahren werden: Da die Bibliothekssysteme nur eine geringe Tiefe haben - man bekommt sie schon ab etwa 19 Zentimetern - kann man vor die Bücherwand zusätzliche, auf Rollen stehende, Module montieren, die sich verschieben lassen. Mit weiteren Extras werden die Regale zur stilechten Bibliothek im eigenen Wohnzimmer: anschraubbare Lesepulte, eine Bibliotheksleiter, indirekte Beleuchtung sowie Glastüren, die besonders wertvolle Exemplare vor Staub schützen, setzen Akzente.
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