Innenausbau mit perfekter Raumaufteilung
Mit dem Innenausbau geht der Bau langsam aber sicher in die Endphase. Es wird jedoch zum letzten Mal sehr viel an Feuchtigkeit - bis zu 3.000 Liter bei einem Einfamilienhaus - beim Verputzen und Estrichbetonieren eingebracht.
Diese Arbeiten sollten nach Möglichkeit im Herbst abgeschlossen sein, damit das Haus über den Winter Zeit hat, ordentlich auszutrocknen. Zu diesem Zweck sollte auch über die Wintermonate geheizt werden.
Die Außenfassade darf jedoch noch nicht aufgebracht sein, da sie die Feuchtigkeit am Austritt aus dem Mauerwerk ins Freie behindern könnte, insbesondere dann, wenn sie nicht so dampfdiffusionsoffen (atmungsaktiv) ist, wie sie sein sollte.
Die Fassade wird erst im Frühjahr, wenn die gesamte Baufeuchte verschwunden und ausgetrocknet ist, ganz zum Schluss aufgebracht.
Heizkörper fantasievoll verstecken:
Heizkörper sind nicht unbedingt eine Zierde für die Wohnung. Doch es gibt pfiffige Möglichkeiten, sie zu verstecken. Der Fachhandel etwa hält diverse Heizungsverkleidungen parat. Der Klassiker besteht aus einer Lattenkonstruktion, die in verschiedenen Dekoren passend zur Einrichtung erhältlich ist.
Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich die "Mäntelchen" für die Heizkörper auch selbst bauen - der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
In einem gut sortieren Baumarkt gibt es alles, was dafür benötigt wird. Sehr praktisch ist es, einen Rahmen zu fertigen und mit Material nach Wunsch auszufüllen. Ob Stroh- oder Bastmatten, Lochbleche, engmaschige Drahtgitter, Latten oder Stäbe, alles was die Heizungsluft zirkulieren lässt, ist hervorragend geeignet.
Die andere Möglichkeit ist, eine Art Holz-Kasten, der über den Heizkörper gestülpt wird zu bauen und Löcher (z.B. mit der Stichsäge) hineinzusägen - etwa geometrische Muster.
Profis können sich auch an floralen, verschlungenen Aussparungen wagen; so kann die Wärme entweichen. Besonders raffiniert: Die "Heizkörpergarage" wird, statt sie fest mit der Wand zu verdübeln, auf Rollen montiert. Das erleichtert das Putzen oder den Zugang bei Wartungsarbeiten. Es lohnt sich auch ein Blick in die Gartenabteilung: Zaunelemente, Spaliere, Rankgitter, etc. lassen sich ausgezeichnet zu individuellen Verkleidungen verarbeiten.
Besonders ausgefallen ist es, die Heizung mit Perlenschnüren, aus bunten Glasperlen oder Naturmaterialien wie Bambus, Holzperlen, Schalen, zu tarnen; dazu einfach ein Brett über dem Heizkörper anbringen und den Vorhang antackern. Diese attraktive Verkleidungen kaschieren nicht nur hässliche Heizkörper; man kann sich außerdem wunderbar an die kuschelwarmen Kästen lehnen.
Wohnen unter Dach mit Trockenausbau:
Soll das neu geschaffene Reich unter dem Dach effektiv genutzt werden, so ist es ratsam, eine oder mehrere Trennwände einzuziehen. So entstehen Räume für den Nachwuchs, Arbeits- oder Gästezimmer. Mit einer so genannten Ständerwand gelingt auch dem Heimwerker die Trennung ohne großen Aufwand und statische Probleme.
Sie wird aus Metall- oder Holzprofilen gefertigt, die im Handel erhältlich sind. Aus den Profilen wird ein stabiles Gerüst an der gewünschten Stelle im Raum errichtet und mit Deckenbalken sowie seitlich an den Wänden verankert.
Dieses Skelett wird mit Dämmplatten ausgefüllt und beidseitig mit Gipskartonplatten verkleidet. Auch Türen lassen sich in die Leichtbauwände mit speziellen Profilen einarbeiten.
Die Verarbeitung mit doppelseitiger Rigips-Beplankung und mit Dämmmaterial ausgefüllte Hohlräume garantieren den gleichen Wärme- und Schallschutz wie eine dicke Massivwand. Flexibler wohnt es sich mit verschiebbaren Wänden, mit denen sich der Dachboden in mehrere Zimmer unterteilen lässt.
Nur wenige Handgriffe und schon sind die Räume in ein großes Atelier verwandelt. Eine Führungsschiene an der Decke und eine Laufschiene am Boden mit darin laufenden Schiebetüren verwirklichen das vielseitige Raumkonzept. Zubehörteile hält der Fachhandel in großer Auswahl bereit. Die flexiblen Wände lassen sich an jeder Stelle im Raum platzieren, sodass auch unter den Schrägen der letzte Winkel geschlossenen und z.B. als Stauraum genutzt werden kann.
Bei einem ausreichend hohen Dachboden - mindestens zweimal die Stehhöhe - bietet sich der Einbau einer Galerie an. Optisch reizvoll ist ein Boden aus sichtbar bleibenden Holzbalken, über die eine Lage verleimter Holztafeln sowie ein Kokosfaserteppich zur Trittschalldämmung angebracht werden.
Zu erreichen ist die Galerie über eine Treppe, die aus feuerpolizeilichen Gründen eine genormte Laufbreite haben muss, wenn der zusätzliche Raum zum Wohnen genutzt wird. Dient die Galerie lediglich als Abstellraum, reicht eine schmale Treppenleiter.