Der richtige Rauchfang gehört zur funktionellen Heizung
Zu einer Feuerstelle gehört ein passender Schornstein - das hört sich selbstverständlicher an, als es ist. Ausführung, Bauhöhe und Querschnitt des Schornsteins müssen auf den Ofen oder Kamin abgestimmt sein. Mitunter kann es ganz schön eng werden, auf der Geraden nach oben.
Ein Kamin- oder Kachelofen darf zum Beispiel nicht ohne weiteres an die Abgasführung der Zentralheizung angeschlossen werden.
Grundsätzlich benötigt jeder offene Kamin, jeder offen zu betreibende Kaminofen und jede Sonderfeuerstätte einen eigenen Schornstein. Wer clever ist, sorgt schon beim Bauen vor und plant einen mehrzügigen Kamin ein.
Drei Züge sind ideal: einer für die Zentralheizung, einer für den offenen Kamin oder den Kachelofen, einer als Installationskanal für die Solaranlage. So erreicht man eine flexible Wärmeversorgung.
Falls die Hauptheizung aus irgendeinem Grund einmal ausfallen sollte, ist man unabhängig und kann auf Holz-Befeuerung umstellen. Auch in den Übergangszeiten ist Ofenheizung aus ökologischen Gründen sinnvoll. Aber auch für den nachträglichen Einbau gibt es Lösungen in Form von Leichtbauschornsteinen, Universalschornsteinen, Edelstahl- oder Glasschornsteinen. Derzeit hoch im Kurs sind Abgassysteme aus Edelstahl.
Für sie sprechen eine extreme Leichtigkeit, zeitsparende Montage, große Flexibilität bei Änderungen oder Demontage, optische Akzente durch Farbbehandlung oder Kupfer-Außenmantel.
Als Faustregel gilt: Aus dem Schornstein austretende, weiße Wölkchen sind ein Zeichen dafür, dass kein Fehler im Heizsystem vorliegt. Heizsünden dagegen machen sich unter anderem auch als Ruß bemerkbar. Sie schaden sowohl der Umwelt als auch dem eigenen Schornstein.
Wichtigester Fachmann und möglichst frühzeitig aufzusuchender Ansprechpartner ist der Bezirks-Schornsteinfegermeister. Er ist zuständig für Sicherheit und Brandschutz. Die Inbetriebnahme eines neuen Schonsteins oder der Anschluss einer Feuerstelle ist nur erlaubt, wenn die Abnahme durch ihn erfolgt ist.
Auch die Wahl des Brennstoffes ist mit dem abzusprechen, er kennt die regionalen Auflagen. Die seit der ersten Ölkrise 1974 eingeführten regelmäßigen Überprüfungen an Feuerstätten werden ebenfalls von ihm durchgeführt. Unter anderem ermittelt der Bezirks-Schornsteinfegermeister Abgasverluste und Schadstoffimmissionen.
Die Anforderungen haben inzwischen weiter zugenommen. Als Folge der neuen Heiztechniken wird heut auch nach der Säure- und der Druckbeständigkeit gefragt.
Die Dämmung des Rauchfangs im Kaltbereich (ab der obersten Geschossdecke bzw. bei bewohnten Dachböden ab der Dachschräge= verhindert die frühzeitige Versottung des Kamins (durch Kondensation der im Rauchgas enthaltenen Feuchtigkeit).
Kaminhersteller bieten inzwischen auch Universalkamine an, die für alte Brennstoffe und Heizungen geeignet sind.
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