Garage oder Carport?
Beide Auto-Unterkünfte haben ihre Vorzüge. Sie wollen gut abgewogen sein. Wer einen Gebrauchtwagen verkauft, erzielt selten den gewünschten Preis. 1000 Euro Preisdifferenz für dasselbe Modell mit der derselben Kilometerleistung sind drin, je nachdem, in welchem Zustand sich das gute Stück befindet.
Und das hängt einerseits vom Fahrstil ab, aber auch davon, ob das Auto geschützt untergebracht war oder ob Lack und Scheiben Regen, Hagel, herabfallenden Ästen, Vogelkot, Laub, Schnee und Sonne jahrelang ausgesetzt waren.
Ein Auto-Unterstand hat also nicht nur entscheidende Pluspunkte in Sachen Komfort - kein überhitztes Auto im Sommer, kein Scheibenkratzen im Winter - er hat auch geltwerte Vorteile.
Bleibt die Überlegung, welche Aspekte für einen Carport sprechen und welche für eine Garage. In der Regel sind Garagen teurer, sofern es sich dabei nicht um die verhältnismäßig günstigen Fertiggaragen handelt, die mit dem Tieflader angefahren und witterungsunabhängig auf vorgefertigten Streifenfundamenten selbst bei minus zehn Grad Frost noch aufgestellt werden können.
Handwerklich gebaute Garagen können freilich sämtliche Wünsche des Bauherrn Wirklichkeit werden lassen. Doch so manches Fertigmodell kann auch hier mithalten.
Als Erfinder des Carports dienen die Skandinavier. Befürworter betonen die gute Durchlüftung dieser offenen Autounterstände und damit die schnellere Trocknung der Autos, die ein Korrosionsrisiko vermindert.
Ansonsten sei das Auto ebenso gut vor der Witterung geschützt, lediglich einen höheren Diebstahlschutz hat die Garage voraus. Carports werden häufig mit einer geschlossenen Wand gebaut, meistens zur Wetterseite hin. Gern werden Carports auch mit einem Schuppen, einer Holzlege oder einem Fahrradunterstand kombiniert.
Wegen ihrer offenen Bauweise unterliegen die meist aus druckimprägniertem Holz gezimmerten Carports geringeren baurechtlichen Auflagen (etwa was die Abstandsregel zu einer befahrenen Straße angeht) und sind individuell sehr gut anpassbar.
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