Der Wintergarten im Wechsel der Jahreszeiten
Der Wintergarten steht für besondere Wohnqualität und Umweltbewusstsein. Er sollte eine Größe von ca. 8 m² nicht unterschreiten, das optimale Verhältnis von Tiefe zu Breite ist 1:3.
Der Wintergarten ist einerseits eine Pufferzone hinsichtlich Klima sowie Lärm- und Staubbelastung, andererseits könnte man ihn als bewohnbaren Sonnenkollektor bezeichnen: Scheint die Sonne nicht, schirmt er das Haus vor Kälte ab.
Sobald die Sonne scheint, erwärmt erwärmt er sich sehr schnell weit über die Außentemperatur hinaus und ist dadurch speziell in der Übergangszeit in der Lage, das Haus mitzuheizen. Entscheidend für das Funktionieren ist der Zweck des Wintergartens, sei es als Wohnraum, Nutzgarten oder als Energiesammler.
Die Ausrichtung der Verglasungsflächen sollte genau nach Süden erfolgen. Abweichungen sollten maximal 45 Grad nach SO bzw. SW betragen. Das Mitheizen des Wohnbereiches erfolgt durch Strömungsluft-Austausch über Verbindungstüren oder Luftklappen ins Hausinnere aber auch durch die Wärmeabstrahlung der Speichermauer zwischen Wintergarten und Haus.
Im Wintergarten ist man der Natur sehr nahe, ein großer Teil des häuslichen Lebens spielt sich hier ab - vom Frühstücken bis zur Geburtstagsparty. In unseren Breiten ist das durchschnittlich an 250 Tagen pro Jahr möglich. Für die Gestaltung eines Wintergartens gibt es keine Patentlösung.
Trotz der Notwendigkeit einer baubehördlichen Genehmigung kann er individuell geplant und errichtet werden. Im Prinzip lässt sich ein Wintergarten ein- oder anbauen, natürlich auch nachträglich oder im Zuge einer Sanierung. Ein angebauter Wintergarten kann mit schräger Dachverglasung verdrehen oder nach oben durch Balkon, Dach oder Dachterrasse abgeschlossen sein.
Ebenso kann er übers Eck gehen, rechteckig, rund oder erkerförmig gestaltet sein. Gegenüber dem Mauerwerk zum Wohnraum muss der Wintergarten sehr gut abgedichtet sein, damit im Winter kein Wärmeverlust durch Luftundichtheiten anfällt.
Im Wintergarten sollen nur frostbeständige Pflanzen überwintert werden, weil er im Sinne des Energiespargedankens nicht beheizt werden soll. Bei entsprechender Grundstücksgröße ist das Pflanzen eines Laubbaumes im richtigen Abstand ideal.
Wenn dieser eine angemessene Größe erreicht hat, dient er im Sommer als Schattenspender und lässt im Winter die wärmenden Sonnenstrahlen ungehindert ans Haus.
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