Außenputz und Fassade - Schutzhülle für's traute Heim
Der Außenputz sollte erst zum Schluss, wenn die bei der Herstellung des Innenputzes und Estrichs in das Mauerwerk eingebrachte Feuchtigkeit wieder ausgetrocknet ist und die oben angeführten Vorbereitungen erledigt wurden, aufgebracht werden.
Ohne besondere Schutzvorkehrungen dürfen Putzarbeiten nur dann durchgeführt werden, wenn die Luft-, Stoff- und die Putzgrundtemperaturen über + 5 °C betragen. Die Frostsicherheit muss auch bis zum Austrocknen des aufgebrachten Putzes sichergestellt sein.
Der Grundputz wird gemäß ÖNORM B 2210 und B 3346 sowie aufgrund der Verarbeitungshinweise des Putz-Mörtelherstellers ausgeführt. Nach der vorgeschriebenen Standzeit kann, wenn die Temperaturen es zulassen, auf eine etwaig erforderliche Grundierung der Oberputz aufgetragen und verrieben werden.
Für Außen kommen bei der monolithischen Bauweise folgende Grund- und Oberputze (Werkputzmörtel) zur Anwendung:
Grundputze:
Zement-Putzmörtel
Kalk-Zement-Putzmörtel
hydraulischer Kalk-Putzmörtel
Oberputze: Im Außenbereich muss ein geeigneter Oberputz mit verringerter kapillarer Wasseraufnahme aufgebracht werden oder es ist der Oberputz bauseits entsprechend zu schichten. Geeignete, in hunderten Farbtönen durchgefärbte Oberputze sind:
Kalk-Zement-Deckputze (Edelputze)
Dickschicht-Deckputze
Dünnschicht-Deckputze
Silikatputze
Kunstharzputze
Hinterlüftete Fassaden:
Eine vorgehängte hinterlüftete Fassade ist durch die konstruktive Trennung von Witterungsschutz und Wärmeschutz ein sehr wirksames System für Neubauten als auch für die Sanierung von Gebäuden. Neben dem Regenschutz ist der Tauwasserschutz eine der bauphysikalischen Hauptaufgaben hinterlüfteter Fassaden.
Zwei Vorgänge von ausfallendem Tauwasser sind es, die zu Problemen mit Mauerwerk und auch Raumklima führen:
Oberflächentauwasser an der raumzugewandten Innenfläche von Außenwänden oder innerer Tauwasserausfall infolge eines gestörten Wasserdampftransportes in Abhängigkeit der Schichtenfolge der Wand.
In erstem Falle wird in der Regel durch Wärmedämmung Abhilfe geschaffen, jedoch ist damit die innere Tauwasserbildung nicht immer ausgeschaltet. Das wiederum hängt von den klimatischen Bedingungen und der Diffusionsfähigkeit der Wandschichten ab. Meistens ist eine Erhöhung des massebezogenen Feuchtegehaltes um mehr als 3 bis 5 % bereits schädlich für die Standfestigkeit der Bauteile.
Bei beispielsweise angenehmen Klimabedingungen von - 10 °C Außentemperatur und 80 % relativer Luftfeuchtigkeit und einem Innenklima von + 20 °C und 50 % relativer Luftfeuchtigkeit erfahren nicht hintergelüftete Außenwandkonstruktionen eine innere Tauwasserbildung.
Wesentlich ungünstiger wirk sich diese Situation aus, wenn man die relativ hohe Raumfeuchtigkeit, die durch waschen, kochen usw. entsteht, miteinbezieht. Mit einem hinterlüfteten Fassadensystem lassen sich Bauteile so konstruieren, dass Tauwasserausfälle komplett wegfallen und auch die Rohbaufeuchtigkeit schnell austrocknen kann.
Der spürbare positive Einfluss auf das Raumklima ist durch dieses verbesserte Trocknungsverhalten ein wesentliches Argument für die moderne hinterlüftete Fassadentechnik.
Holz für die Fassade - dauerhaft und umweltgerecht:
Der Werkstoff Massivholz erobert Schritt für Schritt neues Terrain: die Hausfassade!
Und es sind nicht mehr nur die Fertighaushersteller oder die Erbauer von Holzhäusern, die Fassadenprofile aus Holz zur wirkungsvollen Gestaltung und zum dauerhaften Schutz der Fassaden einsetzen, sondern auch bei immer mehr massiv gebauten Häusern werden Giebel oder ganze Wände mit Massivholz-Profilen verkleidet.
Gründe für diesen starken Trend gibt es in großer Zahl. Die Diskussion um wohngesunde Baumaterialien, über die stärker Nutzung nachwachsender Rohstoffe und der starke Trend zum Holzhaus-Bau haben sicher einen großen Teil dazu beigetragen, dass beim modernen Bau Holz als Wetterschutz und Fassadengestaltung nicht nur akzeptiert, sondern immer mehr gewünscht wird.
Aber es sind auch ganz handfeste technische und finanzielle Vorteile, die beim Altbau für die Fassaden aus Holz sprechen! Holz als Fassadenmaterial ist preiswert und leicht und ohne großen technischen Aufwand zu bearbeiten und zu montieren!
Natürlich sind es auch die neuen Fassadenprofile, die hier ihre Vorteile voll ins Spiel bringen! Während herkömmliche Profilhölzer eine besondere Unterkonstruktion brauchten, um die notwendige Hinterlüftung von Holzfassaden sicherzustellen, haben moderne Fassadensysteme aus Holz diese Hinterlüftung schon "eingebaut". Das verringert die Dicke des Wandaufbaus, verringert den Materialaufwand, verringert aber auch die Montagezeit.
Und der weitere Vorteil für den Bau: viele der modernen Fassadenhölzer gibt es ab Werk fertig behandelt!
Der Schutz und die Veredelung der Profile mit einem speziellen Farbsystem auf der Basis natürlicher Öle und Wachse ist genau auf die Eigenschaften des Naturmaterials Holz ausgerichtet. Und auch für die notwendigen Überholungsanstriche, die eine Fassade aus Holz ebenso braucht wie eine Putzfassade, bieten die modernen Fassadenhölzer mit ihrer Öl-Wachs-Veredelung zusätzliche Vorteile. Weil dieses Anstrichsystem weder reißt noch abschuppt, ist bei einem Neuanstrich auch kaum Vorarbeit erforderlich.
Nur gründlich reinigen und dann neu streichen - das ist alles. Abschleifen oder gar abbeizen ist nicht erforderlich, um eine hölzerne Fassade wieder wie neu aussehen zu lassen.
Die Fassade aus Holz schützt diese Außenwanddämmung zuverlässig, so dass die geforderte Dämmwirkung auf Dauer erhalten bleibt. Mit modernen Profilsystemen und einer zeitgemäßen Oberflächenbehandlung erfüllt der uralte Werkstoff Holz damit alle Anforderungen, die an den modernen Bau von Heute gestellt werden.
>TSA Fertighaus Massivholzelemente<