Temporärer Wärmeschutz mit Fensterdichtung
Das Fenster stellt ein wichtiges Gestaltungsmittel in der heutigen Architektur dar. Es hat sehr großen Einfluss auf den Charakter der Fassade. Doch ist das gestalterische Merkmal bei weitem nicht alles, woran hier zu denken ist, vielmehr ist der tägliche Gebrauch und auch das Potential zum Energiesparen zu beachten.
Das Fenster muss u.a. folgenden Anforderungen gerecht werden: Schutz vor Kälte, Wärme, Sonne, Wind und Feuchtigkeit, manuelle und/oder mechanische Belüftung und Belichtung, Einbruchhemmung, Schall- und in einigen Fällen sogar Brandschutz.
Generell gilt, dass in Wohnräumen die Fenster mindestens ca. 10 - 25 % der Zimmergrundfläche ausmachen müssen. Die Fensterprofile werden aus Holz, Aluminium, Kunststoff, Stahl, Profilstahlrohr und Mischkonstruktion hergestellt.
Mischkonstruktionen versuchen, die günstigen Eigenschaften der einzelnen Fenster zu verbinden. Speziell wärmegedämmte Rahmen tragen erheblich zur Verbesserung des gesamten K-Wertes eines Fensters bei. Rahmen aus Holz, sowie bestimmte Mischkonstruktionen, Aluminium-Profile und Kunststoffrahmen werden der Gruppe 1 zugeordnet und weisen damit die geringsten Wärmeverluste auf.
Der K-Wert gibt an, wie viel Wärmeenergie bei einem Grad Temperaturunterschied (1K) zur Umgebungsluft in einer Zeiteinheit nach außen fließt. Dabei wird ein Quadratmeter eines Bauteils zugrunde gelegt. Je kleiner der K-Wert ist, desto besser ist die Wärmedämmeigenschaft eines Stoffes.
Die heute übliche Art der Verglasung ist die Isolierverglasung (frühere Bezeichnung: Thermopane). Diese besteht aus zwei, drei oder vier Gläser, die mit einem Scheibenzwischenraum verklebt bzw. glasverschweißt werden. Der Zwischenraum ist mit getrockneter Luft oder mit Gas gefüllt.
Die Wärmedämmfähigkeit hängt von der Anzahl der Gläser und der Größe des Zwischenraums ab. Wärmeschutzverglasung mit thermisch getrenntem Glasrandverbund trägt erheblich zur Verbesserung des Wärmeschutzes bei.
Der Schallschutz der Fenster wird durch den im Innenraum tatsächlich vorhanden und den gewünschten Geräuschpegel bestimmt.
Je besser der Schalldämmwert, um so aufwendiger und damit teurer ist die Verglasung und Konstruktion des Fensters. Schallschutzfenster werden vor allem an sehr stark frequentierten Straßen, Einflugschneisen etc. eingebaut.
Bei Fenstern ohne Dichtung geht etwa 50 % des Wärmeverlustes durch Undichtigkeit verloren. Der Einbau von Blendrahmen und Fensteranschlägen dient zur Verbesserung der Dichtigkeit.
Solare Wärmegewinne werden durch den Treibhauseffekt in Verbindung mit (im Gebäude befindlichen) Speichermassen erzielt. Bei Optimierung der Fenster ist die Energiebilanz positiv zu bewerten (Gewinne der zur Raumheizung nutzbar gemachten Sonnenenergie sind größer als Wärmeverluste durch die Fenster nachts und außerhalb warmer, sonniger Wetterperioden).
Der Heizwärmebedarf sinkt degressiv mit zunehmender Fensterfläche an der Südfassade. D.h. jeder zusätzliche m² Fensterfläche liefert weniger Heizwärmebeitrag als der vorangegangene, da die Wärmeverluste außerhalb der warmen, sonnigen Wetterperioden überwiegen.
U.a. sind folgende Aspekte zur Optimierung wesentlich:
Orientierung der Fenster möglichst nach Süden (Abweichungen in beiden Richtungen bis ca. 30° unwesentlich), möglichst keine Verschattung der Fenster im Winter (durch Bäume, Gebäude, Mauern, Dachüberstände, tiefe, über den Fenstern angeordnete Balkone [Auskragung möglichst nicht über 90 cm] etc.), möglichst kleiner K-Wert der Verglasung, möglichst großer g-Wert der Verglasung, möglichst große Glasscheiben mit geringem Rahmenanteil, bessere Wärmedämmeigenschaften an Fensterrahmen, zusätzliche Maßnahmen zum temporären Wärmeschutz.
>TSA Fertighaus Massivholzelemente<
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