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Achten Sie beim Keller auf Qualität
Bereits bei der Planung Ihres Hauses sollten Sie sich überlegen, ob Sie es unterkellern wollen oder nicht. Beeinflusst wird diese Entscheidung einerseits durch das Grundstück selbst (Hanglage, Grundwasserspiegel und Bodenbeschaffenheit) und andererseits durch den Wunsch nach Nutzräumen wie Brennstofflager, Heizraum, Obst- und Gemüselager, Sauna, Fitness etc.
Finanzielle Überlegungen spielen ebenfalls eine gravierende Rolle, denn ein guter Keller kann bis zu einem Viertel der Baukosten - in Einzelfällen auch mehr - verschlingen.
Ein "billiger" Keller, bei dem durch Qualitätsmängel Probleme auftreten, kommt Ihnen, auf lange Sicht gesehen, noch teurer zu stehen. Beim Keller werden die meisten Fehler - oft aus falscher Sparsamkeit - im Bereich der Feuchtigkeitsisolierung, der Lüftung, der Statik und der Wärmedämmung gemacht. Ihr Planer oder Baumeister weiß, wie er diese Fehler vermeiden kann.
Wasser ist das größte Problem im Keller. Um die Mauern und die Sohle gegen Feuchtigkeit zu schützen, sind einerseits Drainagen und andererseits Abdichtungsmaßnahmen notwendig.
Vor allem bei Hanglagen, vorausgesetzt, der Grundwasserspiegel liegt höher als die Kellersohle, muss der Keller als Dichtbetonwanne ausgeführt werden. Überlegen Sie in diesem Falle, ob Sie nicht doch auf den Keller verzichten, da diese Variante sehr teuer ist. Die Entscheidung, ohne Keller zu bauen, verkürzt die Bauzeit erheblich.
Die natürliche Austrocknung der Baufeuchte des Kellermauerwerks, der Fundamente und der Kellerdecke dauert rund ein Jahr. Wollen Sie diesen Vorgang beschleunigen, gibt es dafür Entfeuchter, die energiesparend auf Basis von Luft/Luft Wärmepumpe durch Abkühlung der Raumluft dem Beton die Feuchte entziehen.
Als preisgünstige und rasch zu montierende Alternative setzt sich in jüngster Zeit immer mehr der sogenannte Fertigkeller durch.
Fertigteilkeller:
Fertigkeller sind kostengünstig, können schnell montiert werden, und lassen sich in Grenzen auch individuell gestalten. Die Vorfertigung beginnt bei einzelnen Bauelementen und endet mit dem gesamten Gebäude. Vor allem der zeitliche Faktor ist ein großer Vorteil. Die Vorfertigung hat auch im Kellerbau ihren Einsatz gefunden. Wand- und Deckenelemente werden in Einzelteilen vorgefertigt. Es ist möglich, die verschiedensten Grundrisslösungen zu produzieren und die Einzelteile werden ähnlich wie ein Fertighaus auf der Baustelle montiert.
Öffnungen für Türen und Fenster mit fertig eingebauten Fenstern bzw. Türzargen stellen kein Problem dar. Die Wandelemente werden mittels Spezialkranes auf das Fundament gesetzt, ausgerichtet und mittels Stützen gehalten. Fixpreis und Fixtermin sowie eine kurze Bauzeit und die Möglichkeit rascher weiterbauen zu können, sind die Vorteile eines Fertigkellers. Kamine, Stiegen und sonstige Aussparungen können exakt laut Plan berücksichtigt werden.
Die Kellerwände bestehen aus vorgefertigten Doppelwand-Elementen, wobei nur mehr der Hohlraum mit Beton ausgegossen werden muss. Die fertigen Deckenelemente werden entweder an den Wandschalen oder auf einer Unterstützung aufgelegt. Bei den Deckenelementen ist die statisch wirksame Bewehrung inkludiert, es braucht nur mehr eine obere Bewehrung auf der Baustelle, meist in Form von Matten, dazugelegt werden.
Decke und Wand können in einem Arbeitsgang betoniert werden. Die Montagezeit für Wände und Decken eines Fertigkellers für ein Einfamilienhaus inkl. Betonarbeiten beträgt einen Arbeitstag.
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Keller bauen - ja oder nein?
Diese Frage stellen sich die Bauherren eines jeden Einfamilienhauses, besonders die eines Fertighauses, denn Fertighäuser werden fast immer "ab O.K." angeboten - also ab "Oberkante Kellerdecke". Man kann natürlich ein Fertighaus (wie jedes andere Haus) auch nur auf eine ebenerdige Bodenplatte stellen. Die Antwort ist aber eindeutig: Sagen Sie ja zum Kellerbau! Denn die Zeiten, in denen Kellerräume nichts weiter waren als dunkle, relativ feuchte, oft muffige Vorratsräume, in denen man höchstens einen Raum als Waschküche regelmäßig nutzte, sind heute längst vorbei. Für viele ist der Keller eben kein nackter Vorratsraum, sondern ein Spielkeller oder Hobbykeller und damit eine sinnvolle Erweiterung des Wohnraums. Trotzdem wird gerade bei Neubauten aus Kostengründen immer häufiger auf einen Keller verzichtet.
Sparen ohne Keller?
Doch diese vermeintliche Sparmaßnahme sollte man sich lieber zweimal überlegen. Denn außer in ausgewiesenen Hochwassergebieten gibt es eigentlich keinen wirklich einleuchtenden Grund, auf einen Keller zu verzichten. Auch hohe Grundwasserstände sind kein Grund, wie Sie in unserem Spezialbeitrag über den Kellerbau in "Druckwasserbereichen" nachlesen können. Natürlich verteuert ein Keller den Bau eines Hauses. Allerdings lässt sich für wenig Geld relativ viel Wohnraum gewinnen. Und man muss ja auch nicht von Anfang an den Keller zum Luxus-Souterrain ausbauen (lassen): Ähnlich wie beim Dachgeschoss kann man den Endausbau ein paar Jahre in die Zukunft verschieben und dann größtenteils in Eigenleistung durchführen.
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Anbau statt Keller - eine Alternative?
In südlichen Ländern, wo man den deutschen Anlegern möglichst preiswert sog. Villen anbietet, wurden jahrzehntelang die Waschküche und die Technik für Klimaanlage und Poolreinigung in Anbauten untergebracht. Man hatte ja genug Land und es war schon billiger, einen Anbau in Leichtbauweise auf den Felsen zu stellen, als den felsigen Boden für einen Kellerbau auszuheben. Doch auch dort ändern sich die Dinge, weil das Bauland knapper wird und damit statt freistehender Villen mehr und mehr Reihenhäuser angeboten werden. Wie sieht es denn aus, wenn auf einem Minigrundstück von 180 qm auch noch ein solcher Anbau platziert werden muß? Nicht anders ist es bei uns in Deutschland, wo Bauland noch knapper und noch teurer ist. Ein solcher Anbau beansprucht also Platz - und die Errichtung kostet auch, denn er muß genauso wärmegedämmt werden, wie das eigentliche Wohnhaus.
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