Fertighaus

 
Fertighaus aus Massivholz
Am Anfang war die Fertighaus - Baustelle
Baustelle
 

Am Anfang war die Baustelle ... unser Traumhaus entsteht

 
Auf unseren Bauherren kommt jetzt folgendes zu: Er muss laut Bauarbeitenkoordinationsgesetz vom Juli 1999 einen Planungs- und Baustellenkoordinator bestellen; und er muss an das Arbeitsinspektorat eine Vorankündigung durchführen - soferne das Bauprojekt voraussichtlich mehr als 30 Arbeitstage dauert und mehr als 20 Arbeitnehmer beschäftigt oder mehr als 500 Personentage dauert. Lassen Sie sich vom Architekten und/oder über die Details Baumeister informieren. In der Regel wird der Baumeister auch die Rolle des Baustellenkoordinators spielen.

Die Vorankündigung ist spätestens zwei Wochen vor Baubeginn an das zuständige Arbeitsinspektorat zu schicken. In ihr sind sämtliche relevante Daten einzutragen, also der Baubeginn, der Standort der Baustelle, der Name und die Anschrift des Bauherren, der Projektleiter, der Planungs- und Baustellenkoordinator, die Art des Bauwerkes, die Dauer der Arbeiten und die bereits beauftragten Unternehmen. Die Ankündigung muss auch auf der Baustelle sichtbar ausgehängt werden.

Der Planungskoordinator muss einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan ausarbeiten, in dem kollektive Sicherheitsmaßnahmen, gefährliche Arbeitsabläufe, gefährliche Stoffe, besondere Schutznahmen, Erste-Hilfe-Einrichtungen und Notfall-Planung festgehalten sind. In einer Unterlage für spätere Arbeiten fasst er Maßnahmen und Einrichtungen für die spätere Nutzung, Instandhaltung, Umbau und Abbruch zusammen.

Der Baustellenkoordinator passt den Sicherheits- und Gesundheitsplan sowie die Unterlage des Planungskoordinators den Änderungen der Praxis an und achtet darauf, dass die Grundsätze der Gefahrenverhütung und des Sicherheitsplanes von den ausführenden Unternehmen auch angewendet werden. Er meldet Gefahren für Sicherheit bzw. Gesundheit unverzüglich dem Projektleiter und er hat auch dafür zu sorgen, dass kein Unbefugter die Baustelle betritt.

Fundament und Keller

Unsere Baustelle wurde bereits "eingerichtet", was so viel heißt, wie dass ein autorisiertes Abbruchunternehmen die Abbrucharbeiten an zuvor bestehenden Objekten abgeschlossen hat, dass die Schuttabfuhr die Reste entsorgt hat und dass das Grundstück gerodet ist. Die Vermessungsarbeiten sind abgeschlossen und der Gebäudeumriss ist mit dem Schnurgerüst festgelegt. Wir haben die Anschlüsse für Wasser und Baustrom; und wir haben auch schon unsere Baustofflager eingerichtet - für Sand, Schotter und Kies, dazu ein wettergeschütztes Zementlager und unsere Werkzeughütte. Die Mischmaschine ist arbeitsbereit und der Bauaufzug oder Kran auch, falls wir ihn brauchen. Auf geht's zum ersten Spatenstich.
Der Aushub der Baugrube wird natürlich ebenfalls einer Fachfirma übertragen. Sie verfügt über das Know-how, über den nötigen Maschinenpark und arbeitet auch dann noch schnell und effizient, wenn die sattsam bekannten "Überraschungen" zu Tage treten, als da sind Felsen oder Grundwasser.

Welche Art Keller?

Keller ja oder nein, und wenn doch ja dann wie? Prinzipiell ist abzuklären, ob die Situation unseres Traumhauses einen Keller überhaupt notwendig macht. So mancher, der nun schon jahrelang von einem tollen Partykeller, dem unterirdischen Fitnessraum mit Sauna oder der Bastlerwerkstatt geträumt hat, mag nun etwas enttäuscht dreinschaun. Das muss er nicht. Tatsache ist aber, dass man sich eine Menge Geld erspart, soferne man die Möglichkeit hat, auf den Keller zu verzichten: Da sind die Aushubkosten, die mit der Schwierigkeit des Bodens wachsen (etwa steiniger oder gar felsiger Grund, siehe oben), da ist die spezielle Abdichtung und natürlich der Aufwand an Arbeitszeit und die Materialkosten.
Bei "ja" zum Keller erhebt sich die Frage nach einer Funktion. Ihre Klärung ist wegen der Heizungsinstallation nicht unerheblich: Beschränkt man sich auf einen reinen Nutzkeller, in dem lediglich die Heizanlage und der Brennstoffvorrat sowie der eine oder andere Lagerraum untergebracht sind, kann auf zusätzliche Heizung verzichtet werden.
Anders ist die Situation, wenn, siehe oben, wir uns zu allen möglichen Zwecken öfter in den Keller begeben möchten; um in geselliger Runde urig "einen draufzumachen", zu werken, zu sporteln, vielleicht gar zu arbeiten. Oder wenn wir unser Gästezimmer hier einrichten möchten. Damm müssen wir für diese Räumlichkeiten auch andere Heizbarkeiten im Winter sichern. Es hat alles seinen Preis ...
Bauen wir unser Traumhaus in einer Hanglage, kommen wir um den Keller gar nicht herum, es wird aber ein sogenannter "Halbkeller" werden, der auf der Bergseite in der herkömmlichen Kellerbauweise abgedichtet werden muss. Auf der anderen Seite steht das Haus frei auf dem Fundament. Beim Halbkeller ergeben sich neben den anderen Möglichkeiten der Nutzung auch die als Garage, gesetzt dem Fall, dass man auf dieser Seite auch die Zufahrt einrichten kann. Zum Thema "Garage im Keller" gibt es einen guten Rat von unserem Baumaxi: Richten Sie keine Garage im Keller ein, wenn das Haus nicht in Hanglage ist! In den meisten Fällen muss die Zufahrt unangenehm steil ausgeführt werden; in schneereichen Wintern kann die Räumung dieser Rampen äußerst mühsam sein. Zum Thema Garagen oder Autounterstände werden wir uns aber ohnehin noch eingehender äußern.

Die Nässe, die von unten kommt

Jeder Boden ist feucht. Besonders feucht, nämlich nass ist er, wenn der Keller im Grundwasser steht oder wenn er Druckwasser ausgesetzt ist. Gegen diese Nässe gilt es sich zu schützen, denn nichts ist ärgerlicher, als nach einiger Zeit feststellen zu müssen, dass die Kellerwände dunkle, nasse Flecken aufweisen (- außer einem Dach, das "leckt", aber davon später). Die Maßnahmen dagegen lauten Kiesbett, Drainage und spezielle Abdichtung.

Kiesbett: Der unter dem Fundament aufgeschüttete Kies hat unter anderem jene Funktion, die der "Frostkoffer" beim Straßenbau auch hat, nämlich Beschädigungen des Fundamentes bei Frosteinwirkung durch seine Pufferfunktion zu verhindern. Ein zusätzliches Schotterbett sollte den ganzen Keller umgeben.

Drainagerohre: Sie werden rund um die Kellerwände in einen Filterkies eingelegt und nehmen über lange, breite Schlitze an der Oberfläche das Wasser auf, welches über eine glatte Fließsohle rasch abgeleitet werden kann; meist direkt in den Kanal. Auch bei Häusern in Hanglage wird eine solche Drainage ha