| Hanglage - Bauen auf der Schräge |
Die Hanglage eines Grundstücks ist eigentlich kein Problem. Vorausgesetzt das Gelände kann den prüfenden Blicken der Inspektoren standhalten und bei der Planung wird mit und nicht gegen den Hang gearbeitet.
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Prüfung des Grundstücks
Nicht jedes Grundstück am Hang ist geeignet für eine Hangbebauung. Ein kleines Detail, daß zum Beispiel darauf hindeuten könnte, das hier besser nicht gebaut wird, sind Risse in der Straße. Wenn diese kleinen Spalten quer zum Hang verlaufen, könnte das bedeuten, daß hier Erdschichten in Bewegung sind.
Generell kann nur ein Bodengutachten die nötigen Antworten liefern. So sollten zum Beispiel auch aufgefüllte Hänge ehemaliger Steinbrüche oder Mülldeponien vor der Planungsphase inspiziert werden. Es sind alles Kandidaten für ein mögliches Absacken des Erdreiches.
Bei fast jeder Hangbebauung ergibt sich das Problem des Oberflächen- bzw. Schichtenwassers. Durch sie wird die Kelleraußenseite genäßt. Um die Kelleraußenwände gegen Bodenfeuchtigkeit zu schützen, muß das Wasser deshalb durch Drainagen abgeleitet werden. Für die nötigen Drainageleitungen reicht eigentlich ein Rohr mit einem Durchmesser von 100 mm aus. Wichtig ist vor allem, daß diese Leitungen überall von einem filterstabilen Sickermaterial umschlossen sind.
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Vier Arten der Hangbebauung
Eine Hanglage kann auch Vorteile haben. Um die vielversprechenden Möglichkeiten auch auszuschöpfen, müssen einige Aspekte beachtet werden. Die vier folgenden Beispiele unterschiedlicher Hangbebauung verdeutlichen dies.
Der Nordhang
In diesem Fall der Bebauung sollten Sie genau prüfen, was sich oberhalb Ihres Grundstückes noch ansiedeln könnte. Denn Häuser werfen besonders im Winter lange Schatten. Bei der Hangbebauung ist mit einer sogenannten "Verschattung" von 30 Metern und mehr zu rechnen.
Bei einem solch "schattigen Plätzchen" sollten Sie deshalb einige planerische Konsequenzen ziehen. Denn der Mangel an Sonne müßte beispielsweise mit einer Flut an Licht bekämpft werden können, sprich: große Fenster und andere Glasflächen sind ein Muß. Und Solarenergie können Sie selbstverständlich nur eingeschränkt nutzen.
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Der Südhang
Was dem Gebäude am Nordhang fehlt, ist an einem nach Süden abfallenden Hang zur Genüge vorhanden: Sonne. Ein solcher Bauplatz ist der Idealfall, da das Gebäude sozusagen in das Gelände "eingepackt" wird.
Nach Norden ist das Haus geschützt vor Wind und Wetter und nach Süden öffnet es sich eben in ganzer Höhe für die Sonne. Bei Südhangbebauung bietet sich deshalb auch die Möglichkeit passiver (z.B. Wintergarten) und aktiver Sonnenenergienutzung (Solarkollektoren).
Das Split-Level
Man muß das Split-Level als Spielart der Hangbebauung verstehen. Hier folgen die einzelnen Räume dem abfallenden Höhenniveau. Das heißt, das die Erdgeschoßzone immer am natürlichen Gelände liegt. Der Aufwand ist bautechnisch gesehen allerdings größer als bei anderen Bauweisen.
Für die Energiekonzepte ergeben sich die gleichen Fragen wie bei Süd- und Nordhang. Generell ist alles möglich, wenn nur ausreichend Sonne da ist.
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Der Stelzenbau
Es gibt Hanglagen, bei denen ein Hangbau wegen des hohen Gefälles im üblichen Sinne nicht lohnenswert bzw. vielleicht sogar überhaupt nicht möglich ist. Hier bietet sich ein Stelzenbau an. Dabei liegt das Erdgeschoß des Hauses ein Stockwerk über dem Erdniveau. Hier wäre dann die Haustüre üblicherweise an der Rückseite des Gebäudes.
Die Energienutzung hängt hier ebenfalls von den bereits besprochenen Faktoren ab. Meist sind die Aussicht und Sonneneinstrahlung durch das hohe Niveau optimal. |