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Sparen auf Zeit mit einem Passivhaus
Passivhäuser sind Fertighäuser mit einem so geringem Heizwärmebedarf, dass auf ein separates Heizsystem vollkommen verzichtet werden kann. Der geringe Restwärmebedarf wird dabei durch Wärmerückgewinnung aus der Luft, passive solare Zugewinne und interne Wärmequellen gedeckt.
Private Eigenheimbauer setzten immer mehr auf dieses Energie sparende Baukonzept beim Fertighaus: Dem Bauentschlossenen stehen in punkto äußerer Gestaltung durchaus mehrere Alternativen offen: Bei einer modernen Architekturlösung, massiv mit Stahl, Holz und viel Glas, bringt eine große Südverglasung auch im Winter einen Teil der nötigen Wärme ins Haus. Verschattung und Kühlung über einen Erdwärmeaustauscher können durch eine automatische Steuerung geregelt werden.
Alternativ bietet ein begrüntes Flachdach, gedämmt mit 40 cm Schafwolle, ausreichend Platz für Warmwasser-Kollektoren und die spätere Solaranlage. Wird herkömmlicher Architektur der Vorzug gegeben, ergänzt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und einer Wärmepumpe die entsprechende Außenwand- und Dachdämmungen und die große Südverglasung. Hinzu kommt die Photovoltaikanlage, bei der kleine Solarmodule direkt in die Dachziegel integriert werden und so die Wärmepumpe unterstützen.
Ein richtungsweisender Bau entsteht derzeit im Rahmen des "3-Liter-Hauses Celle". Dort werden auf einem zusammenhängenden Baugebiet elf verschiedene Hauskonzepte umgesetzt - eines davon ist ein eingeschossiges Einfamilienhaus in Massivbauweise mit einseitig begrüntem Tonnendach und Kalksandstein-Außenwand.
Das massive Mauerwerk gleicht Temperaturschwankungen aus. Es speichert im Winter die solare Überschusswärme und sorgt im Sommer für angenehme Kühle. Generell können Bauherrn die durchschnittlich zehn Prozent höheren Kosten für Fertighäuser durch zinsgünstige, landesspezifisch geförderte Darlehen ausgleichen.
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